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11.12.2019 - Ergebnisse und Bericht zur NDM Kraftdreikampf

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2019 KDK 699. Erg. NDM KDK -5.pdf
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Norddeutsche Meisterschaften im Kraftdreikampf 2019

 

Eine Nachbetrachtung aus Sicht der Gruppe Nord

 

 

„Kraftdreikampf“ – der/die geneigte Leser/in weiß inzwischen, dass diese Sportart nicht nur etwas für sogenannte Kraftmeier ist, sondern eine unter dem Dach des Bundesverbandes Deutscher Kraftdreikämpfer e. V. geführte und mit Fördermitteln des Bundes unterstützte , aber leider noch nichtolympische Sportart mit international geltenden Regeln, die von durchtrainierten Athletinnen und Athleten aktiv und bundesweit betrieben wird und die zudem auch regelmäßig der aktiven Anti-Dopingkontrolle durch die nationale Anti-Doping-Agentur NADA unterliegt.

 

Festzustellen ist bundesweit, dass es - bedingt durch die Einführung des Classic/RAW - Wettbewerbs –eine nicht unerhebliche Steigung der Teilnehmerzahlen in allen 3 Disziplinen des Kraftdreikampfes in letzter Zeit gegeben hat und aus meiner Sicht noch weiter geben wird. Bisher dazu vorliegende Zahlen sprechen eindeutig dafür.

 

Genau das stellt sich nun zumindest in der Gruppe Nord als ein Problem dar. Wir alle wissen, dass die Durchführung eines Kraftdreikampfes kein Selbstgänger ist, sondern ein Wettbewerb, der eine umfangreiche Vorbereitung mit sich bringt und einen nicht unerheblichen Material- und Personalbedarf vor und während des Wettkampfs erfordert. Das können oder wollen leider nicht mehr alle Vereine der Gruppe Nord, die Kraftdreikampf betreiben, aufbringen, so dass unter dem Strich derzeit wohl nur noch ganz wenige Vereine bereit sind, sich einer solchen Herausforderung zu stellen.

 

Einer diese Vereine, der sich dieser Herausforderung in diesem Jahr gestellt hat, war der niedersächsische Verein BC Vechta. Der Verein, bisher nur wenig in Erscheinung getreten als Ausrichter von KDK - Wettbewerben, sprang ein, als ein anderer ursprünglich vorgesehener Verein sich plötzlich außerstande sah, die NDM KDK durchzuführen. Dafür gebührt die niedersächsischen Referenten für KDK

 

Karl-Heinz Voscul , der sich intensiv im Vorfeld um alles gekümmert hat, ein herzlicher Dank.

 

Vor dem Hintergrund von 135 gemeldeten Teilnehmern wurde eine NDM KDK erstmalig in der Geschichte der Gruppe Nord an 2 Tagen durchgeführt. Dafür hatte der Verein als Wettkampfstätte das Grey Gym in Vechta ausgesucht, ein größeres Fitnessstudio im Herzen von Vechta, geführt von Gerriet und Denise Fette, einem sympathischen und hilfsbereiten Ehepaar, dass sich stets engagiert um Probleme vor, während und nach den Wettkämpfen gekümmert hat.

 

Es ist den Verantwortlichen gelungen, auch mit Blick auf die hohe Teilnehmerzahl eine durchweg gut organisierte Veranstaltung auf die Beine zustellen. Das nicht alles perfekt war, lag auf der Hand, aber das durfte nicht unbedingt bei dem angedachten engen Zeitplan erwartet werden. Kleine Probleme mit der Technik und gelegentlich auftretende Probleme im Scheibensteckerbereich sollten aus meiner Sicht nicht überbewertet werden. Meckern ist immer leicht, selbst Anpacken wäre hier und da sicher besser gewesen, aber in der Gesamtschau lief letztlich alles doch geordnet ab.

 

Dafür spreche ich dem Verein BC Vechta, dem Team des Grey Gym und letztlich auch Karl-Heinz Voscul meinen Dank aus. Für Karl-Heinz Voscul war es auch die letzte von ihm mitorganisierte Veranstaltung in Niedersachsen, denn er wird sein Amt Anfang 2020 in andere Hände geben.

 

Hier auch ein paar sportliche Dinge: Stärkste weibliche Sportlerin war Whitney Erara vom KDK Flensburg mit 397,5 KG, stärkster männlicher Sportler war Taras Tarasenko vom BC Vechta mit 775 KG im Dreikampf. Alle Ergebnisse sind nachzulesen auf der BVDK - Homepage.

 

Auch die NADA erschien am 16.11. zu einigen Anti-Dopingkontrollen. Ich hätte es gern gesehen, wenn auch am 17.11. noch Kontrollen durchgeführt worden wären. Ich hoffe doch sehr, dass alle Kontrollierten „clean“ waren . Das ist leider inzwischen nicht mehr selbstverständlich, denn es gibt auch in diesem Jahr wieder bundesweit einige Unbelehrbare, die meinen, sie könnten durch Einnahme verbotener Mittel sportlich große Schritte nach vorn machen und dabei jede Ethik und Moral hinter sich lassen. Dieser Betrug, der den Kraftsport letztlich in die Nähe der Kriminalität stellt, kann in keiner Weise toleriert und muss intensiv bekämpft werden, und zwar nicht nur durch regelmäßige Anti-Dopingkontrollen, sondern auch durch Präventivmaßnahmen des BVDK und der Landesverbände.

 

Im nächsten Jahr sehen sich alle wieder bei der NDM KDK 2020 in Herrnburg (Mecklenburg-Vorpommern), dort vermutlich nur an einem Tag, denn die Gruppe Nord hat beschlossen, die Teilnehmerzahlen durch Einführung von Normen künftig zu begrenzen.

 

 

Jens-Uwe Bornhöft

 

Vors. Gruppe Nord

 

 

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